(c) Werner Lazowski Niederösterreich wird gerne als Kernland bezeichnet. Als das klassische „Land am Strome“ bildet es tatsächlich einen Schnittpunkt mitteleuropäischer Naturräume aus. Dabei berührt und durchfließt die Donau dieselben und bildet auf dem längsten Teil ihrer Strecke durch Niederösterreich mehr oder weniger breite Aulandschaften aus. Erwähnt seien nur die Donau-Auen im Machland, im Tullnerfeld und jene im Nationalpark zwischen Wien und der Marchmündung. Selbst in der Wachau umgibt sie sich stellenweise mit Auwäldern und Nebenarmen. Zugegeben, eine solche Beschreibung reflektiert auf eine ursprüngliche Situation, welche den heutigen, technisch überprägten und intensiv genutzten Landschaftsräumen nicht mehr ganz entspricht. Vor allem Auen, als natürliche Kontakt- und Übergangszonen von Land- und Gewässerökosystemen, erscheinen ökologisch verändert und räumlich stark eingeengt bzw. fragmentiert. Einige der eingangs erwähnten Naturräume Niederösterreichs weisen aller...